Leider sehen viele in uns nur die Motorradfahrer. Ein hinter uns her gezischtes „Verdammte Rocker!“ bringt uns schon mal dazu, uns umzudrehen und Aufklärungsarbeit zu leisten.

Motorradfahrer ist nicht gleich Rocker

Mit „Rocker“ ist nicht nur ein Mensch gemeint, der Motorrad fährt, sondern es kommt dazu, dass er Rockmusik hört. In Deutschland hat sich der Begriff des Rockers vor über fünfzig Jahren für Motorradfahrer, die sich organisieren, Lederkluft tragen und einen ihnen eigenen Lebensstil verfolgen, etabliert. Dahingegen nennt man Motorradfahrer, die nicht organisiert sind, Freebiker. In den englischsprachigen Ländern, aus denen ja angeblich der Begriff „Rocker“ stammt, mittlerweile aber auch international, nennt man diese Motorradfahrer „Biker“ oder „Bikies“.

Für uns Lionsbiker bedeutet Motorradfahren, dass wir einem gemeinsamen Interesse, nämlich dem Fahren unserer Motorräder, nachgehen. Wir sind nicht auf eine Marke festgelegt, ob Yamaha, Kawasaki, eine BMW aus den Fünfzigern oder mittlerweile auch Elektromotorräder – Bei uns sind alle willkommen.

Uns geht es um die Freude, mit unseren Maschinen über eine längere Strecke zu fahren und die Gegend, die wir dabei passieren, zu genießen. Egal, ob es Wälder sind, Landwirtschaft, Städte, Bauernhöfe, ein See oder ein Gebirge, das sich vor uns auftürmt – Jede Landschaft hat ihren eigenen Reiz und wartet darauf, dass wir ihn erkennen.

Lionsbiker heißt nicht nur Motorradfahren

Aber uns geht es auch um das gemeinsame Tun. Das erstreckt sich nicht nur darauf, am Wochenende gemeinsame Ausfahrten zu machen. Sondern wir engagieren uns auch für die Gesellschaft. In unserem Heimatort übernehmen wir zu Schulbeginn eine Schulwegpatenschaft. Wir begleiten Erstklässler zur Schule und üben mit ihnen, den Weg alleine zu meistern. Aus diesen Patenschaften entwickeln sich teilweise auch Hausaufgaben- oder Nachhilfeaufgaben. Wir übernehmen auch weitere soziale Leistungen für die Grundschüler, zu denen wir im Laufe eines Schuljahres engere Beziehungen aufbauen.

Zu unseren Grillfesten laden wir gerne sozial Schwächere ein, um mit uns zu feiern. Auf Tagesausflügen begleiten sie unsere Gruppe in Autos und nehmen an Besichtigungen oder Freizeitpark-Besuchen teil.

Wir sind stolz, Lionsbiker zu sein!